Die Farbe
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Die Farbe   

Der warme, sattrote Farbton war besonders bis zur Einführung englischer Tiere bei uns weit gehend unbekanntund ungewöhnlich;er machte unser Kaninchen unwillkürlich zu einem ausgesprochenen Farbentier. Der Standard verlangt eine sattrote Farbe. Sie lässt dem Züchter immer nocheinen gewissen Spielraum, denn auch ,, sattrot "ist wenig eindeutig.
Immerhin wünscht der Standard die Summierung möglichst veiler Gelbverstärker-Anlagen;das Neuseeländer-Rot unterliegt ja anderen Gesetzen als die meisten anderen Kaninchenfarben,und von Spalterbigkeit,wie bei anderen unteschiedlichen Farbtöne,kann hier nicht die rede sein,vorausgesetzt,die ,,Grundfarbe "selbt ist reinerbig. Zuchtziel ist ein deutlich erkennbares Rot,und es sollte eines Tages möglich sein,zu einer einheitlichen Farbe wenigstens der Spitzentiere zu gelangen.
Die Neuseeländer-Farbe ist genetisch eine Gelbwildfarbe (mit einem leicht braunen Schwimmern und nahezu farbloser Unterseite und Innenseite der Läufe)oder ein reines Gelb(des Thüringerkaninchens mit ebenfalls sattgelb Unter- und Innenseite).Vorzuziehen ist natürlich das genetische Reingelb. Nun wird durch so genannte Modifikationsfaktoren eine unterschiedliche Farbnuancierung auch des genetischen Reingelb verursacht. Immer aber hat man es entweder mit einem reinerbigen Reingelb(Erbformel:AbCDg/AbCDg,alle Erbanlagen sind durch die Eltentiere doppelt ausgelegt)bzw. nit der gelben Wildfarbe (Erbformel:AbCDG/AbCDG) zu tun. Übrigens spielen Modifikationsfaktoren auch bei anderen Kaninchenfarben, so z.b. bei Blau oder Braun,eine Rolle,auch in ähnlicher Weise beim menschlichen Haupthaar,z.b. dem Blond. Der Standard gestattet beide,,Grundfarben":das reine Gelb und die Gelbwildfarbe,präzisiert er doch :,,Augenringe, Kinnbackeneinfassung,Bauchfarben,Innenseite der Läufe und Unterseite der Blume dürfen heller Tönung haben,jedoch nicht rein weiß gefärbt sein."Die helleren Wildfarbigkeitsabzeichen aber sind Zeichen der Gelbwildfarbe. Doch ebenso eindeutig dürfte feststehend:Das künftige Zuchtziel ist offenbar das Reingelb AbCDg. Davon unabhängig besitzt das Rote Neuseeländerkaninchen eine gewisse Anzahlt so genannter Gelbverstärker (y1, y2, y3 ,usw.)die eine Verstärkung des Gelb nach Rot bewirken. Sie wurden zuerst beim belgischen Hasenkaninchen beobachtet und speilen bei der Herauszüchtung der Lohfarbe des Lohkaninchens eine wesentliche Rolle. Auf sie in erster Linie geht die Farbe des Neuseeländerkaninchens zurück. Die Gelbverstärker werden polyfaktoriell vererbt, wie die Merkmale der Größe oder Leistung oder der Silberung. Auch sie lassen sich also summieren oder verdünnen. Besitzt ein Tier viele Gelbverstärkeranlagen,dann erscheint es sattrot,hat es wenig, dann erscheint es hell, doch immer noch wahrnehmbar dunkler als Reingelb oder die Gelbwildfarbe. Nach unseren bisherigen Kenntnissen ist die Farbe der Nachwuchstiere keineswegs vorherzusagen, weil man die Anzahl der Gelbverstärker der Elterntiere nicht kennt, noch dazu die Gelbverstärkeranlagen rezessiv sind. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit eines hellen bzw. dunkler die Elterntiere sind..Die praktische Erreichung des ausgewiesenen Zuchtzieles AbCDg/AbCDg ist genfest kaum zu realisieren, da es trotz der starken Anreicherung von Modifikationsfaktoren in der langen Entwicklung der Roten Neuseeländer bisher zu keinen endgültigen genetischen Sprung gekommen ist. Anders ausgedrückt, die Anzahl der Gelbverstärker y1...y2 bewirkt eine Veränderung des Farbfaktors in Nuancen von Gelb zu Rot,kann aber mit großer Wahrscheinlichkeit die Umfunktionierung von G in g nicht bewirken. Im Gegenteil,wird die Anzahl der Gelbverstärker zu stark forciert,tritt verstärkt ein schwarzer Anflug an Kopf und Ohrenränder auf. Bei Nichtbeachtung kann sich bereits in der Nachzucht der schwarze Anflug auf Rückenpartie,Läufen und Ohrenrändern weiter ausbreiten. Diese Entwicklung stellt ein deitliches Zeichen für den sich verstärkrnden Wildfarbigkeitsfaktore dar. Es bleibt also der Geduld des Züchters überlassen,einen möglichst einheitlichen und Geschmack entsprechenden Farbton seiner Tiere zu erzielen Gewiss,die Zucht wäre einfacher,gäbe es diese Schwierigkeiten nicht;sie wären aber auch um einen beträchtlichen Anreiz ärmer. Die Deckfarbe sei breit,also intensiv. Sie setzt gutes Pigment auch der Unterfaebe voraus,wobei die Unterfarbe der Deckfarbe möglichst entsprechen soll. Je satter die Unterfarbe,desto satter  die Deckfarbe und damit das Angleichen der Farbe in den kurzen Haarzonen wie an den Ohren,der Schnauzenpartie,den Augenrändern usw.Nicht nur die Haarspitzen seien rötlich. Aufgehellt,jedoch nicht weiss sein dürfen dagegen die Wildfarbigkeitsabzeichen. Schwarze Haarspitzen sind je nach dem Grad ihrer Intensität mehr oder weniger große Fehler,weisen sie doch untrüglich auf den sich ausbreitenden Wildfarbigkeitsfaktor hin.Mehr oder weniger stark fehlerhaft ist nicht zuletzt Farbverblassung,sind also Tiere mit zu heller Farbe,schmaler Deckfarbe und hellen Binden an den Schenkeln. Dass die Deckfarbe am ganzen Körper möglichst gleichmäßig,auch an den Flanken,an Kopf,Ohren,Brust und Vorderläufen sei,verstehet sich von selbst.Eine gute Farbe gehört zur Ästhetik der Rassekaninchenzucht,denn;,,Zur Farbe der Roten Neuseeländer sei noch gesagt,dass sie ein möglichst kräftiges,leuchtendes Rot sein soll.Ist die Farbe ein mattes,fahles Gelb wie bei einem schwach gesilberten Gelbsilber,so verliert die Rasse sehr viel von ihrer Schönheit.Ein Wurf wirklich gut gefärbter Jungtiere andererseits ist eine wahre Augenweide für jeden Tierfreund "(Prof. Nachtsheim). Rote Neuseeländer mit einem intensiv cremefarbigen Bauch und einem intensiven Farbpigment auf der Unterseite ist stehts der Vorzug zu geben. Bei älteren Zuchttieren tritt im Laufe der Zeite eine leichte Farbverblassung in der Unterfarbe bzw.an den kurz behaarten Stellen auf.Bei der Zuchtauswahl sollten Elterntiere mit etwa gleicher Farbintensität gewählt werde.Dies gibt die Gewähr,dass die Nachzucht sehr gleichmäßige und stabile Farbanlagen zeigt. Werden allerdings Ausgangstiere mit unterschiedlicher Farbintensität gepaart,kann dies zwar in der F,-Generation von Erfolg sein,aber bereits in der F2-Generation wird es zu einer Farbaufspaltung kommen. Der Züchter möge sich überlegen,ob er nicht allgemeint auf das Reingelb AbCDg übergehen will. Die Farben der Rasse wurden nur gewinnen. Auch der Reinzucht käme dies entgegen.Reinzucht bedeutet ja Reinerbigkeit aller(mehr oder weniger wesentlichen)Merkmale,damit also Einheitlichkeit des Erscheinungsbildes. Die Zucht wäre umso leichter, je einheitlicher Größe,Form,Farbe,Leistung usw. sind. Die Aufspaltung in Reingelb und Gelbwildfarbe erschwert die Zucht,da sie den Rassenbestand und damit auch die Erfolgschancen teilt.Eine wahlose Verpaarung von Reingelb und Gelbwildfarbe hat aus Gründen der Spalterbigkeit zu unterbleiben. Die Jungtiere besitzen wenige Tage nach der geburt ihr rötliches Haarkleid. Nach einigen Monaten tritt nur insofern eine Umfärbung ein,als das Nesthaar abgestoßen wird und die entgültige Farbe in Erscheinung tritt,die sich vom Nesthaar nur geringfügig unterscheidet. Man hat also rechtzeitig die Möglichkeit,die guten Farbtiere von den trennen.Die Augen der Roten Neuseeländer sind braun. Die Krallen sind dunkelhornfarbig,worauf man achten sollte. Heutzutage übersieht  man gern die immer heller werdenden Krallen.
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