Größe, Körperform und Bau
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Größe Körperbau und Form


Der Rahmen der Rasse war durch die Importe aus den USA gegeben.Die französischen Züchter legten meist bei ihren Rassen das Hauptgewicht auf Größe und Fleisch, holländischen und englischen mehr auf Sporttypen und Farbe;der heutige deutsche Standard fordert das gängige Mittelgewicht (des Weissen Wieners)und die moderne Nutzform ,also ein Mindesgewicht von 3 kg, ein Normalgewicht von 4 kg und ein Höchsgewicht von 5 kg. Der Erzüchter einer Rasse steht ja vor der Frage ,ob Sportrasse oder Nutzrasse ;sie bestimmt Größe ,Gewicht und Form einer Rasse.
Nicht zufällig hatten und haben die Versuchsrassen in den kalifornischen Versuchsstationen Mittelgröße, gilt es doch, das beste Verhältnis zwischen Frohwüchsigkeit und Futterbedarf, zwischen Gewicht und Schlachtausbeute zu finden. Wesentlich sind nicht zuletzt auch Fruchtbarkeit, Aufzuchtvermögen und die Dauer des Jugendstadiums.

Gewichtstabelle der RN-Bewertung

3,00 bis 3,25 bis 3,50 bis 3,75 bis 4,00 über 4,00 Höchstgewicht
 15         16          17          18           19       20 Pkt.     5,00 kg

Die Gesamtentwicklung eines Kaninchens wird von den einzelnen Entwicklungsetappen bestimmt.
Züchter haben über viele Jahre spezifische Gewichtstabelle, die besonders das Jungtierstadium beinhalten: 

Jungtierentwicklung der Roten Neuseeländer

Monat      1      2      3      4      5      6      7      8      9      10 
kg          0,5    1,1   1,6   2,2   2,6    3,0   3,6   4,0   4,5    4,5

Die Tabelle zeigt das Lebendgewicht eines RN-Jungkaninchens in den einzelnen Entwicklungsmonaten, wobei man einen 6er-Wurf zu Grunde gelegt hat. Bei entsprechend größeren bzw. kleineren Würfen sind Differenzierungen notwendig.



Die Grafik weist darauf hin,  dass die Gewichsentwicklung und linear verläuft. Es gibt Phasen der Stagnation, z.b. das Absetzen vom Muttermilch, Geschlechtsreif usw.; aber auch sprunghafte Entwicklungsschritte, die besonders inder Zeit kurz vor der Geschlechtsreife liegen. Im Alter 7 bis 8 Monaten tritt eine rapide Verlangsamung der Gewichtszunahme ein. Im Alter von etwa 200 Tagen ist im Wesentlichen die Jugentierentwicklung des Roten Neuseeländers abgeschlossen. Der Standart verlangt eine leichte gestreckte Walzenform, vorne und hintengleich breit, die Rückenlinie verläuft ebenmässig, das Becken schön abgerundet, die Läufe sollten kräftig sein. Der Kopf, welcher auf einem kräftigen Nacken fast ohne Hals aufgesetzt ist, ist kräftig; Stirn- und Schnauzpartie sind breit, die Backen ausgeprägt.
Die Schulterpartie muss sich harmonisch in die Rückenlinieneinfügen. Ein Hervortreten der Schulterknochen, meist auf instabile Muskulatur zurückzuführen, ist ebenso verpönt wie der so genannte,, Karpfenrücken,,",Er entsteht durch die nach oben gebogene Wirbelsäule des Kaninchens. Dei Blume sollte straff an der Hinterhand anliegen und in der Länge zum Körper passen. Die Faustformel besagt:Blumenlänge 2/3 der Ohrenlänge. Sie muss von kräftiger,abgerundeter, elastischer Natur sein. Eine spielende oder gar einseitig getragen bzw. schleppende Blume ist erheblich bedingt. Kaninchen mit derlei KKörperformfehlern sollen stets von der Zucht ausgeschlossen werden.
Eine angsbe über die Ohrenlänge weist der Standart 2004 nicht aus, jedoch ergibt sich eine Harmonische Ohrenlänge, wenn, je nach Größe des Roten Neuseeländers, diese zwischen 11 und 12,5 cm liegt. Dabei ist der Maßstab ( Ohrenmaß ) im Mittelpunkt zwischen den Ohren auf dem Kopf aufzusetzen. Beiderseits sind die Ohren en den Maßstab ohne Zug oder Knicken anzulegen und die Messung ohne Einbeziehung der Ohrenbehaarung vorzunehmen. Wer diese Grundregeln der Ohrenmessung einhält, wird Messfehler auf ein Mindestmaß reduziert. Das offene, faltenfreie, gut abgerundete Ohr soll die V-Stellung zeigen und senkrecht über den Kopf getragen werden. die Ohren sind stabil im Gewebe.
Größe, Gewicht und Körperform sind eine Einheit. Sie beeinflussen sich gegenseitig. So lässt sich ein zu großes Tier durch eine Hungerkur, ein zu kleines durch eine Mastkur auf das geforderte Gewicht bringen. Doch geht dies zu Lasten der Körperform. er genetische Rahmen muss stimmen. Nun vererben sich die Merkmale Größe,Gewicht und Körperform polyfaktoriell, d. h.,eine unbekannte Anzahl geringfügig oder gleich gerichtet wirkender Gene sind für die Merkmale der Form, auch der Leistungseigenschaften verantwortlich. Sie lassen sich summieren oder verdünnen. Leider sind feste Normen nicht gegeben, denn die polyfaktorielle Vererbung unterliegt einem genetischen Mechanismus, den wir nicht kennen.Es wäre deshalb gawagt,dafür Regeln vermitteln zu wollen. Die Frage ist: Gilt auch hier die Regel groß- klein= mittel oder wählt man besser den Weg der konstanten Rückkreuzung auf ein idealmaß?  Bei aller genetischen Weisheit gilt jedoch auch hier: Die Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin!
Ebenfalls polyfaktoriell vererben sich die Wammen der Häsin. Der Standard von 2004 erkennt bei älteren Häsinnen eine kleine,wohlgeformte Wamme noch an. Doch möge der Züchter daran denken, dass selbst eine kleine Schwalbennestwamme keine Zierde,auch kein Wirtschaftsattribut ist, wie dies noch vor wenigen Jahrzehnten von bedeutenden Züchtern und Wissenschaftlern bejahrt worden war, wenngleich erwiesenermaßen die frohwüchsigsten (weil gefräßigsten?) Tiere zu Wammenansatz neigen.Das Wildkaninchen besitzt ja auch keine Wamme und erbringt eine Leistzng, die bei den Hauskaninchen bisher unerreichtes Vorbild ist. Wammenbildung ist eine Domestikationserscheinung undwird bewirkt durch Erschlaffung des Gewebes der Halsfellhaut. Sie geht auf eine Erbanlage zurück und bedarf zu ihrer Ausbildung einiger Umwelteinflüsse wie weibliches Geschlechts, breiige Fütterung usw. Die polyfaktorielle Vererbung lässt alle möglichen Wammenformen und -größen entstehen; ihre Übergänge sind gleitend. Die Anlage für Wammenbildung ist ferner dominant;sie tritt, wo  vorhanden, jedenfalls in Erscheinung, wenn u. U auch nur sehr geringfügig. Wammenlose Stämme sind nur über wamenlose Zuchtstämme zu erlangen!
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